2026 - Sommerlager Wohngruppe Mars in Adelboden

2026 - Sommerlager Wohngruppe Mars in Adelboden

Tag 1, Montag 13. Juli – Ankunft in Adelboden

Auch dieses Jahr zog es die Wohngruppe Mars wieder in die wunderschöne Region Adelboden im Berner Oberland. Am Montag, den 13. Juli 2026, starteten wir gegen 10.00 Uhr und fuhren in Richtung Adelboden. Die Vorfreude auf die kommenden Tage war bei den Kindern bereits während der Fahrt deutlich zu spüren.
Gegen Mittag machten wir unseren alljährlichen Halt im Panoramacenter in Thun. Neben einer Pause stand auch der Grosseinkauf für die kommende Lagerwoche auf dem Programm. Während die Teenager-Mädchen kaum am Parfümladen vorbeikamen, entdeckten die jüngeren Kinder mit grosser Neugier die Spielecke im Center und probierten begeistert alles aus.
In Adelboden angekommen, durften wir das Haris-Chalet 6 beziehen. Direkt neben unserem Chalet befand sich eine weitere Doppelhaushälfte, in welcher ein Jugendlager aus dem Thurgau untergebracht war. Bereits am ersten Nachmittag entstanden erste Kontakte und die Kinder fanden schnell Gefallen daran, mit den Jugendlichen nebenan Zeit zu verbringen.
Der restliche Nachmittag wurde genutzt, um das Haus einzuräumen und sich in den neuen Räumlichkeiten einzufinden.
Am Abend wurde gemeinsam ausgiebig Fussball gespielt. Fairness, Teamplay und natürlich etwas Ehrgeiz standen dabei hoch im Kurs. Zum Abendessen wurde die Feuerstelle direkt vor dem Haus in Betrieb genommen. Grillfleisch, Salat und Brot stärkten alle nach dem langen Tag. So ging unser erster Lagertag mit vielen neuen Eindrücken, ersten Bekanntschaften und viel gemeinsamer Zeit zu Ende.

Tag 2, Dienstag 14. Juli – Blausee und Alpakas

Am Dienstagmorgen begrüsste uns die Sonne. Nach dem Frühstück entdeckten die Kinder den Brunnen vor dem Haus und funktionierten ihn kurzerhand zum Spielplatz um. Anschliessend ging es zum wunderschönen Blausee, welcher rund 20 Minuten vom Lagerhaus entfernt lag. Dort angekommen, umrundeten wir den kleinen, aber wunderschönen See und machten Fotos von der eindrücklichen Kulisse. Danach tobten sich die Kinder auf dem grossen Spielplatz aus. Nach einiger Zeit nahmen wir den Wanderweg in die andere Richtung, wo am Ende auf uns ein nächstes Highlight wartete: Alpakas. Anfangs waren die Tiere noch etwas scheu und hielten Abstand. Mit der Zeit wurden jedoch sowohl die Alpakas als auch die Kinder immer zutraulicher. Die Begegnung sorgte für viele strahlende Gesichter und unvergessliche Momente. Bevor wir uns auf den Rückweg machten, gab es noch ein feines Eis. Zurück im Lagerhaus konnten sich die Kinder zunächst etwas ausruhen, bevor draussen erneut gemeinsam gespielt wurde. Besonders der Fussballplatz vor dem Haus erfreute sich grosser Beliebtheit. Am Abend stand dann das Fussball-Halbfinale Frankreich gegen Spanien auf dem Programm. Unsere Nachbarn boten uns freundlicherweise ihren Beamer an, sodass wir gemeinsam den Match schauen konnten.

Tag 3, Mittwoch 14. Juli – Schifffahrt auf dem Thunersee und Regenwetter in Thun Am Mittwochmorgen haben alle etwas länger geschlafen. Bei milden Temperaturen und angenehmem Wetter starteten wir gemütlich in den Tag. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den kurvigen Weg nach Spiez. Nach rund 45 Minuten Fahrt kamen wir beim Schloss Spiez an und liefen in Richtung Thunersee.
Während wir auf unser Schiff warteten, beschäftigten sich die Kinder mit kleinen Spielen, genossen den Blick auf den See und stärkten sich mit einem Znüni. Plötzlich zog sich der Himmel zu und ein heftiger Platzregen überraschte uns. Schnell suchten wir Schutz unter einem Pavillon. Eng zusammengedrückt warteten wir gemeinsam darauf, dass der Regen wieder etwas nachliess.
Nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hatte, traf auch schon das Schiff ein und wir fuhren nach Thun. Die rund 45-minütige Schifffahrt war trotz der Wetterkapriolen wunderschön. Die Kinder genossen den Blick auf den Thunersee und bestaunten unter anderem das Schloss Schadau.
In Thun angekommen, schlenderten wir durch die Stadt und stillten anschliessend die hungrigen Mägen. Leider begann es erneut kräftig zu regnen und der Himmel wurde immer dunkler. So planten wir kurzerhand um und organisierten die Rückreise mit dem Zug von Thun nach Spiez.
Auch dort erwartete uns wieder heftiger Regen. Aus einem ursprünglich geplanten sonnigen Ausflug wurde so ein abenteuerlicher Tag mit Regen, etwas Hektik, spontanen Planänderungen, aber trotzdem ganz viel Freude und Lachen.
Am Abend stand bereits das zweite Fussball-Halbfinale Argentinien gegen England auf dem Programm. Wieder durften wir uns dank den freundlichen Nachbarn zum gemeinsamen Fussballabend vor dem Beamer dazusetzen. Müde, aber zufrieden wurde der ereignisreiche Tag abgeschlossen.

Tag 4, Donnerstag 15. Juli – Engstligenalp und Adelboden

Die Morgensonne schien ins Chalet und sorgte für einen schönen Start in den Tag. Zum Mittagessen entschieden wir uns, ebenfalls eine Tradition aus dem vergangenen Lager weiterzuführen. Im letzten Jahr hatten die Kinder das Essen aus Kartoffeln, Fischstäbli und Spinat so sehr gemocht, dass es auch dieses Jahr auf keinen Fall fehlen durfte. Insgesamt wurden rund 2.5 Kilogramm Kartoffeln, vier Packungen Fischstäbli und ungefähr 800 Gramm Spinat verdrückt. Am Ende blieb tatsächlich nichts übrig. Die Kinder hatten also eindeutig gezeigt, dass dieses Menü zu einer festen Lagertradition werden muss.
Am Nachmittag teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe machte sich auf den Weg zur Engstligenalp. Nur rund fünf Minuten vom Lagerhaus entfernt befand sich die Talstation der Seilbahn. Bereits während der Fahrt nach oben konnten wir einen wunderschönen Blick auf den Wasserfall geniessen. Oben angekommen erwartete uns ein riesiges Hochplateau. Wiesen, soweit das Auge reichte und zahlreiche frei herumlaufende Kühe prägten das Bild. Die Kinder zogen ihre Schuhe aus, sammelten Steine und verbrachten viel Zeit im kalten Bach. Nach einiger Zeit wagten wir uns auch etwas näher an die grasenden Kühe heran.
Nach rund zwei bis drei Stunden durfte natürlich auch an diesem Tag ein Glacé nicht fehlen. Und danach wurde das kleine Dörfli Adelboden erkundet.
Die andere Gruppe verbrachte ihren Nachmittag ebenfalls in Adelboden. Ein besonderer Besuch führte die Kinder in die Kirche, wo der Praktikant der Wohngruppe auf der Orgel spielte. Die Kinder genossen die einzigartigen Klänge dieses grossen Instrumentes.
Unsere Nachbarn veranstalteten am selben Tag ihr Abschiedsfest mit verschiedenen Verkleidungen und Spielen im Freien. Die Kinder durften natürlich mitmachen und probierten sich unter anderem beim Sackhüpfen aus.

Tag 5, Freitag 16. Juli – Rückreise nach Brugg

Der letzte Morgen in Adelboden begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein. Einige der Mädchen waren bereits früh wach und verkündeten stolz, dass sie schon gepackt hätten. Sie waren fleissig gewesen und hatten ihre Sachen tatsächlich bereits zusammengepackt.
Zum Frühstück wurden die letzten Lebensmittel und Reste gegessen. Alle Kinder waren fit und munter und starteten motiviert in den letzten Lagertag. Danach ging es ans Aufräumen. Besonders die Mädchen halfen fleissig beim Zusammenräumen und bei kleineren Putzarbeiten mit. Die Jungs mussten etwas stärker motiviert werden, sie schienen wohl noch nicht gehen zu wollen. Mit gegenseitiger Hilfe und einer entspannten Stimmung konnten wir das Haus schliesslich gegen 11.00 Uhr sauber und ordentlich abgeben.
Danach traten wir die Rückreise nach Brugg an. Nach einiger Zeit machten wir einen Zwischenhalt und stärkten uns für die restliche Fahrt. Aufgrund des Verkehrs dauerte die Rückfahrt rund zweieinhalb Stunden.
Das Lager war geprägt von einer wunderschönen Gemeinschaft. Jeden Morgen und Abend fanden zwischen den Erwachsenen kurze Briefings statt. Auch die Kinder wurden jeweils über die geplanten Aktivitäten informiert. Dies erleichterte den Tagesablauf und trug zu einem guten und harmonischen Zusammenleben bei.
In diesen fünf Tagen wurde viel gelacht, es wurden Freundschaften geknüpft, neue Dinge ausprobiert, Erfahrungen gesammelt und bestehende Fähigkeiten erweitert. Die Kinder konnten ihre Selbstständigkeit unter Beweis stellen, Verantwortung übernehmen und erleben, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und Teamarbeit sind.
Die Wohngruppe Mars blickt auf ein harmonisches und erlebnisreiches Lager zurück. Bereits zum dritten Mal durften wir unsere Lagerwoche in Adelboden verbringen und erneut viele schöne Erinnerungen sammeln. Ein grosses Dankeschön gilt allen, die zu dieser wunderbaren gemeinsamen Zeit beigetragen haben. Mit vielen Erlebnissen im Gepäck und bereits mit Vorfreude auf das nächste Lager verabschiedete sich die Wohngruppe Mars aus Adelboden.

Roan Steiner – Auszubildender Wohngruppe Mars