2025 - Sommerlager Wohngruppe Mars in Adelboden
Tag 1 – Ankunft in Adelboden
Die Wohngruppe Mars zog es auch dieses Jahr in die wunderschöne Region Adelboden im Berner Oberland in eines der Haris-Chalets. Am Montag, den 14. Juli wurden wir bereits früh morgens mit mildem Wetter begrüsst. Die Kinder freuten sich riesig auf das bevorstehende Abenteuer, waren bereits früh wach und voller Tatendrang. Nach einem ausgewogenen Frühstück und beladen der Busse konnte die Fahrt gegen 10.00 Uhr in Richtung Bern in Angriff genommen werden. Im Panoramacenter in Thun rasteten wir gemeinsam und assen unseren Lunch. Danach machten wir unseren Einkauf für die kommende Woche. Die Kinder inspirierten unsere Einkaufsliste mit vielen Köstlichkeiten. So durften beispielsweise Marshmallows, Capri-Sonne oder das Zmorge-Müesli nicht fehlen. In Adelboden begrüsste uns gut 50 Minuten später mildes, aber dennoch sonniges Wetter. Dieses Jahr fanden wir uns im Haris-Chalet 1 ein. 6 Schlafzimmer, 3 Bäder, 1 Esszimmer, 1 Küche und 1 Gemeinschaftsraum mit Pingpong Tisch und eine atemberaubende Kulisse begrüssten uns: Ein Bergpanorama der Superlative. Die Kinder nutzten den ersten Nachmittag aus, die Umgebung zu erkunden: Sie spielten am Waldrand, Badminton auf der Wiese und schliffen aus Speckstein Herzen für ihre Eltern. Die Skateboards wurden kurzerhand zu Sitz-Fahrzeugen umgenutzt: Die Kinder fuhren nicht stehend darauf, sondern sassen drauf und flitzten los. Am Abend gab es selbstgemachte Pizza und es wurde ein Lagerfeuer gemacht, wo wir mit den Kindern unseren traditionellen Lagersong «Vogellisi» sangen. «Dürfen wir heute Marshmallows machen?.», fiel immer wieder in die Runde. Gegen 22.00 Uhr fanden auch die letzten müden Kinder ihren Weg ins Bett.
Tag 2 – Schifffahrt von Spiez nach Thun
Am Dienstagmorgen erwartete uns weiterhin mildes, aber doch sonniges Wetter. Die Kinder fragten sich, wo es denn heute hingehe und wie sie sich anziehen sollten. Die meisten entschieden sich für lange Hosen mit T-Shirt. Für die Reise wurden Sandwiches vorbereitet und die Kinder kamen nach und nach, um ihr Lunch in den Rucksack einzupacken. Mit guter Stimmung ging nach dem Frühstück die Fahrt los in Richtung Spiez. Kurvig und wunderschön war die Hinfahrt. Angekommen beim Schloss Spiez fanden die hungrigen Mägen der Kinder durch den Lunch ihre Ruhe. Foto-Shootings durften natürlich nicht fehlen. Die Kinder blickten neugierig vom Schloss zum Thunersee hinunter und fragten: «Ist dies unser Schiff? Wie gross ist unser Schiff genau? Wo fahren wir genau hin?» Vor dem Schiff durfte natürlich auch der Wunsch nach einem Glacé den Kindern nicht verwehrt werden. Wir verbrachten eine Weile auf dem Kinderspielplatz an der Promenade des Thunersees. Um 13.34 Uhr fand sich unser Schiff ein und wir fuhren Richtung Thun. Nach einem kurzen Stopp in Thun führte uns die 50-minütige Schifffahrt zurück nach Spiez, wo die Kinder den See und die Berge bestaunten. Angekommen im Lagerhaus spielten die Kinder erneut mit ihren Skateboards und fanden Erdbeeren im nahegelegenen Wald. Am Abend diente das Lagerfeuer nicht mehr nur zum Singen, sondern auch endlich zum Grillieren der langehrsehnten Marshmallows. Im Wald wurden dafür Äste gesucht und geschnitzt.
Tag 3 – Oeschinensee in Kandersteg
Neuer Tag, neues Glück. Alle Kinder haben gefrühstückt und wurden draussen über das weitere Programm informiert. Gut 40 Minuten fuhren wir zur Talstation des Oeschinensees. Von dort aus nahmen wir die Seilbahn. Der Panoramablick begeisterte alle. Die zahlreichen herumliegenden Steine, die vor mehreren Jahren von einem Felssturz stammen, waren sehr eindrücklich. Einen kleinen Knall hörten wir dann sogar tatsächlich live mit, irgendwo weit weg, im abgesperrten Gebiet, lösten sich Steine. Oben angekommen wollten die Kinder sofort auf die Rodelbahn, doch wir behielten das Beste zum Schluss auf. 30 Minuten wanderten wir mit zahlreichen Touristen und Einheimischen zum schweizweit bekannten Oeschinensee. Immer mehr Kühe waren zu sehen. Angekommen, fragten die ältesten Kinder sofort: «Dürfen wir gehen?». Sie sprangen voller Freude zum See, wo sich zahlreiche Menschen befanden. Aber nicht nur Menschen, sondern auch grosse Kühe, die sich am See in aller Seelenruhe ausruhten. Zum Mittagessen gab es Schnitzel und Pommes im seeangrenzenden Bergrestaurant. Beim Esstisch blieben die Kinder nicht lange sitzen und rannten wieder los. Die Betreuungspersonen folgten ihnen zum wunderschönen See. Eines unserer Kinder sprach einige Zeit Englisch mit einer Touristin und befreundete sich mit ihr an. Weiter bauten die Kinder Steintürme, flitzten Steine über den See oder trauten sich zu den Kühen. Danach kam das grosse Highlight – die Rodelbahn. Wild und schnell fuhren die Kinder, teils begleitet von uns Erwachsenen (bis 8 Jahre), die Rodelbahn hinunter. Es wurde viel gelacht und geschrien. Der Abend wurde in Adelboden regnerisch, so durften die einen Kinder «Alvin an die Chipmunks» und die anderen «Karatekid» bis spät in den Abend schauen. Müde und voller neuer Erfahrungen gingen alle ins Bett.
Tag 4 – Shopping in Interlaken
Heute stand «Shopping» auf dem Programm. Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir in die andere Region des Thunersees: nach Interlaken. Das Wetter war sonnig und warm. Nach gut einer Stunde trafen wir im Outlet-Brocki-Center ein, wo es alles gab, was das Herz begehrt. Später schlenderten wir durch das wunderschöne Städtli Interlaken und genossen unser Mittagessen im McDonalds. Zurück im Lagerhaus spielten die Kinder rund ums Haus und wir assen ein letztes Mal Abendessen: Es gab Fischstäbli, Kartoffeln und Spinat. Um 20.30 Uhr durfte unsere geplante Nachtwanderung dann endlich stattfinden. Darauf freuten sich die Kinder schon lange. Vom Haus aus nahmen wir unseren Wanderweg in Richtung eines Wasserfalls in Angriff. Die Kinder fanden Schnecken und rannten auf der Wiese herum. Nach 45 Minuten fanden wir den bezaubernden Wasserfall. Der Rückweg wurde beim Eindunkeln rasch aufgesucht. In 1-er Kolonne und ausgerüstet mit Taschenlampen machten wir uns auf den Weg zurück ins Lagerhaus. Auf dem Rückweg wartete eine Überraschung für die Kinder: Sie durften Leuchtstäbe anzünden und erhellten so den Weg noch mehr. Erfüllt mit Freude und einem Lachen im Gesicht suchten die Kinder im Lagerhaus sofort ihr Bett auf. Erinnerungen und neu Gelerntes wurden im tiefen, festen Schlaf verarbeitet.
Tag 5 – Rückfahrt nach Brugg
Der letzte Morgen begrüsste uns mit herrlichem Sonnenschein. Die Kinder halfen fleissig dabei mit, die Zimmer auszuräumen und zu putzen. Nach dem Frühstück wurde noch ein letztes Mal ums Haus gespielt. Gegen 11 Uhr schossen wir unser Lagergruppenfoto und traten den Rückweg nach Brugg an. Auf halber Fahrt stärkten sich alle mit einem feinen Glacé. Angekommen in Brugg hatten die Kinder so manches zu erzählen. Es wurde in der Lagerzeit viel gelacht, diskutiert, geholfen, gelernt, Vertrauen gestärkt, aber auch Werte wie Dankbarkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit ausgelebt. Die Wohngruppe Mars freut sich auf ein weiteres Jahr in Adelboden. Bis nächstes Jahr.
Roan Steiner – Auszubildender Wohngruppe Mars