2024 - Sommerlager Wohngruppe Mars
Tag 1
Der erste Tag begann bereits früh am Morgen. Die Kinder haben sich schon an die Schulferien gewöhnt und schliefen trotz grosser Vorfreude länger als üblich. Um 08:30 Uhr nahmen wir gemeinsam unser Frühstück ein und packten anschliessend die letzten Kleinigkeiten zusammen. Danach wurde das Gepäck verladen und wir mussten die Möbel verschieben. Denn während unserer Abwesenheit wurde in der Wohngruppe-Mars alles neu gestrichen. Kurz nach 09:30 Uhr fuhren wir mit guter Stimmung in Richtung Berner Oberland. Einen Zwischenhalt im Panoramacenter in Thun diente als Pause für die «reisekranken» Kinder. Die Migros versorgte uns mit Proviant, so konnte die letzte Route Richtung Adelboden in Angriff genommen werden. Kurvig, überwältigend und immer schöner wurde die Gegend, in die wir uns begaben. Beim Haus angekommen wurden wir freundlich in Empfang genommen. Wir spielten «Der Fuchs geht ume», bis sich die Kinder endlich in ihr neues Zuhause einfinden durften. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang und einem gemeinsamen Volleyballspiel mit atemberaubender Kulisse. Beim gemütlichen Zusammensitzen am Lagerfeuer verbrachten wir den Abend mit guter Stimmung. Wir weihten unser Lagerstart mit Singen des örtlichen Liedes «Vogellisi» ein und machten das Lied zum Abschiedslied jedes vergangenen Tages. Dies war dann unser Abendritual. Die Kinder gingen augenreibend und abenteuerlustig ins Bett.
Tag 2
Der zweite Morgen startete praktisch: Die Kinder weckten sich selbst und wurden allmählich lauter. Sie freuten sich riesig auf den neuen Tag. Gefrühstückt wurde bei prächtiger Sonne und danach spielten die Kinder ums Haus mit Katz und Maus. Die Jungs spielten Fussball, während sich die Mädchen für «den Ausgang» bereitmachten. Lunch packen und abreisen hiess es danach. Nur 5min später erreichten wir die Talstation «Oey», wo wir die Seilbahn auf den höchsten Punkt die Sillerenbühl nahmen. Die Kinder genossen den Spielplatz, bis wir uns auf die Suche nach dem Vogellisi machten. Auf dem gut 90-minütigem Weg erwarteten die Kinder aufregende Spielmöglichkeiten. Eingefunden im Lagerhaus freuten wir uns alle auf ein feines Mittagessen am späten Nachmittag. Es gab Pasta mit selbstgemachter Gemüsetomatensauce. Später wurde die Feuerstelle in Betrieb genommen und Marshmallows wurden gebraten. Auch an diesem Abend genossen wir die Zeit am Feuer und es wurde viel gelacht getanzt und gesungen. Die Lieder «Vogellisi», «Ich flieg’ wie ein Flieger» und «079» wurden zum Hit des Lagers.
Tag 3
«Was noch nicht ist kann ja noch werden». Am Mittwoch wollten sich alle auf den Weg Richtung Spiez begeben, um eine Schifffahrt zu machen. Zuversichtlich begaben wir uns ins Auto mit provisorisch repariertem Autoschlüssel, welcher am Vortag den Geist aufgegeben hatte. Leider funktionierte der Schlüssel nicht. Wir unternahmen eine kurze Wanderung am Bächli Englistlige. Als wir wieder im Lagerhaus angekommen wind, um den neuen Tagesplan zu erzählen, begann es zu regnen. Eine sehr gute Nachricht wartete auf die Kinder: Wir gingen in die Pizzeria Alfredo in Adelboden, um die hungrigen Bäuche mit italienischen Gerichten zu stillen. Chauffeur Müller brachte uns in kleinen Gruppen ins Herz des Adelbodner Dörfli’s. Es begann in Strömen zu regnen, während wir unsere Pizzen draussen unter dem Vordach genossen. Das Wetter wurde leider nicht besser und der «VW Bus 1 schlief immer noch». So durfte ein örtlicher Kinobesuch nicht fehlen. Wieder zurück im Lagerhaus fanden die Kinder Schnecken, welche sie kurzerhand zu Haustieren machte. Ein Koffer diente als zuhause und Essen gab es für sie zu Genüge. Tag 3 ging mit einem heimeligen Gefühl zu Ende, denn Kinder und Erwachsenen fühlten sich in der Gegend sehr wohl.
Tag 4
Heute wurden wir reicht beschenkt, nicht etwa mit Geld oder Geschenken, nein, der Ersatz-Autoschlüssel war eingetroffen. Kurz nach dem Mittag begaben wir uns mit Musik und singenden Kindern zu den Engstligen Wasserfällen. Eine Fahrt mit der Seilbahn brachte uns schliesslich auf die herrliche Hochebene. Kühe, Geissen, Wiesen und Felder in einer nebelbedeckten Fassade nahmen uns im Empfang. Die Kinder wurden zu Kristallsammlern und waren richtig begeistert, Steine aufzubrechen und ihre Schätze den anderen zu präsentieren und zu teilen. Die Füsse fanden eine Abkühlung im eiskalten Bach. Am frühen Nachmittag durfte Bratwurst mit Brot und Pommes-Frites im Bergrestaurant nicht fehlen. Die Kinder hatten ihre Rucksäcke gefüllt mit Kristallen, Smaragden und Steinen. Am Abend wurde erneut gegrillt und sich aufgewärmt, denn die Temperaturen sanken leicht, während unscheinbare Nebelschleier zu sehen waren. Die Lagerfeuerlieder und das Tanzen fanden jedoch wie gehabt ihre Aufmerksamkeit. Kräftig wurde zu den Liedern mitgesunden, der Text sitzt und Einheimische sahen uns beim Singen zu. An diesem Abend wurden auch Akrobatikstücke und Fitnesseinheiten vorgetragen.
Tag 5
Sonne und Wärme begrüssten uns am letzten Morgen. Die Kinder haben lange geschlafen. Die Älteren sagten stolz, sie hätten ihre Koffer bereits gepackt. Nach einem leckeren Frühstück spielten die Kinder ein letztes Mal draussen auf dem Feld, dabei bot sich das gemähte Gras vom Vorabend als Spielgelegenheit an. Die Kinder breiteten es aus und warfen es um sich. Im und ums Haus wurde zügig und blitzblank geputzt. Die Kinder halfen eifrig beim Beladen der Autos und freuten sich auf die Heimreise. Auf der Fahrt wurde gesungen und gelacht. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Thun ging es weiter «E starchi Brugg, e schwarze Turm». Ganz nach dem Motto «Ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger, bin so stark, stark, stark wie ein Tiger und so gross, gross, gross wie ‘ne Giraffe so gross» wurde der Schulalltag am Montag durch die Kinder wieder in Angriff genommen.